Weil ich es kann…

…und was mir gerade einfällt…

Verkäufer

Written By: OhneWorte - Mai• 08•12

blitze blanker
Glanz
der
schwarzen Schuhe
gebleichten Zähne
geleckten Hemden
schicken Hosen

blitze blanker
Glanz
der glänzt
und doch nur
zu überblenden sucht
was trotz
des ganzen
Glanz
ganz offensichtlich
fehlt

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Das kleine Zahnrad

Written By: OhneWorte - Apr• 27•12

kleines Zahnrad
rostig, verschmiert und dreckig
dreht es
ächzend, stöhnend, mühend
sich
unbemerkt, ungesehen, ungehört
kämpft es
müht sich
dreht es sich
für all die großen
sauberen, glänzenden, wichtigen
Zahnräder
die offen
außen
groß und mächtig
sich da drehen
und alles an
Lob und Ehren
sammeln

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Am Ende der Welt

Written By: OhneWorte - Apr• 07•12

die Welt
sie bricht
zerbricht
zerfällt
verfällt
fällt
auseinander
und in sich
zusammen
und ich
schalte weg
esse weiter
und
tue so
als wäre
nichts

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Ohne Titel #5

Written By: OhneWorte - Mrz• 26•12

weiter, weiter geht voran
wir kämpfen bis zum
letzten Mann

auch dieser wird
bald nicht mehr
stehen

seht und lernt
was es uns bringt
zu kämpfen bis zum
letzten Mann

verloren waren wir davor
schon lang
doch
kämpfen wir noch
mutig weiter

verzweifelt waren wir davor
schon lang
doch
gab es uns den Mut
zu kämpfen
bis zum
letzten Mann

der steht nun hier vor euch
einsam
kraftlos
doch entschlossen

so wird er bald
der Letzte
auch gewesen sein

und so vergeht dann auch
mit ihm
wofür er doch
gestorben ist

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zweiter elfchen Politiker

Written By: OhneWorte - Mrz• 19•12

ich
ich sage
ich sage viel
ich sage viel nichts
blabla

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erste elfchen Politikerin

Written By: OhneWorte - Mrz• 12•12

bla
bla bla
bla bla bla
bla bla bla bla
blabla

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wenn wir wüssten

Written By: OhneWorte - Mrz• 05•12

wenn wir wüssten, was wir täten,
wenn wir wüssten, was unsere Taten täten,
würden wir dann noch wissen was tun?
würden wir dann überhaupt etwas tun?
würden wir angst haben, etwas zu tun?
würden wir angst haben, vor unserem tun?
wenn wir angst hätten,
würden wir noch etwas tun?

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blinder Spiegel

Written By: OhneWorte - Feb• 13•12

blinder Spiegel
ich blicke
ihn an
er schaut zurück
sieht in mich
er erblickt
was kein Mensch
sieht und sehen darf
was tief vergraben
in mir ruht
ich in mir trage
und all die Jahre
gut verborgen
vor mir hielt
zeigt mir
was und wer
ich war und bin
zeigt mir
Stück für Stück
was ich
nicht sehen will
darum
blicke ich
wieder weg
so wird und bleibt
der Spiegel das
was er schon immer
war und ist
blind
blinder Spiegel
blind gemacht

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Schlaflos – Teil 4

Written By: OhneWorte - Jan• 30•12

So saß ich bestimmt anderthalb Weilen auf meinem Sofa und träumte mich vor ein Kaminfeuer, während ich ganz genüsslich meinen langsam kälter werdenden Kakao trank und hätte es bestimmt auch noch mindestens weitere anderthalb Weilen so auf meinem Sofa ausgehalten, wäre ich nicht plötzlich von einem schüchternen Klingeln an meiner Wohnungstür unterbrochen worden. Jäh wurde ich von meinem Kaminfeuer weggerissen und wieder vor mein Fernsehgerät geworfen. Immerhin hatte ich noch einen Schluck nicht mehr warmen Kakao in meiner Müslischale. So trank ich ihn aus, schälte mich aus meiner Decke und stellte die Müslischale auf meinem Fernsehgerät ab. Danach stand ich auf und ging mit meinen Hausschuhen an den Füßen und in meinem Schlafanzug langsam Richtung Wohnungstür.
Als ich den Flur erreichte schaltete ich das Licht ein, damit ich nicht schon wieder über meinen Staubsauger stolperte. Wenigstens tat meine Beule auf der Stirn nicht mehr so sehr weh.
Während ich mich fragte, wer mich wohl zu dieser Nachtstunde aufsuchte ging ich wieder fröstelnd, da ich keine Decke mehr umhatte, die letzten Schritte zur Tür. Dort angekommen staunte ich nicht schlecht als ich durch den Türspion blickte und vor meiner Tür meine süße Nachbarin in ihrem Morgenmantel erblickte.
Neugierig öffnete ich die Tür und sah meine süße Nachbarin fragend an. Sie entschuldigte sich auch gleich bei mir, dass sie mich störe. Während ich noch versuchte zu sagen, dass sie nicht störe, fuhr sie auch schon fort und erklärte mir, dass sie, da sie nicht schlafen konnte Kekse gebacken habe, sie backe immer wenn sie nicht schlafen konnte. Ohne Pause fuhr meine süße Nachbarin weiter fort und meinte schüchtern, dass sie nun aber leider keine Milch mehr hätte um die Kekse zu essen und da sie meinen Fernseher gehört hätte, da sie ein gutes Gehör hatte, dachte sie ich sei noch oder wieder wach und sie könne kurz klingeln und mich nach Milch fragen.
Da sie beim Sprechen auch immer schneller wurde, brauchte ich einen Moment um zu verstehen, was sie von mir wollte, da ich zwar auch nicht schlafen konnte, was aber nicht bedeutete dass mein Verstand um dies Zeit auch auf Hochtouren lief. Aber noch bevor ich etwas erwidern konnte, blickte sie auf meine Stirn, sah meine Beule, blickte mich mitleidig an und wollte wissen, was denn mit mir Armen passiert sei.
Nachdem ich einen weiteren kurzen Augenblick atemlos dastand, schaffte ich es endlich, mich zu fangen und berichtetet ihr kurz von meinem Missgeschick und wie glücklich ich war, dass ich dabei Hausschuhe anhatte und so schlimmeres verhindern konnte. Da sah sie mich an, legte den Kopf schief und gab mir Recht, dass ich Glück hatte, Hausschuhe angehabt zu haben. Nicht auszudenken, was hätte passieren können, wenn ich meine Hausschuhe nicht angehabt hätte. Dann wollte sie aber nochmals wissen ob ich denn noch Milch im Haus hätte.
Nach dem ich dies bejahte und betont hatte, dass ich sogar noch frische Milch in meinem Kühlschrank hätte, lud sie mich sogar zu sich zum Kekse essen ein. Allerdings müsste ich die Milch mitbringen, da sie wie sie sagte, zum Glück keine mehr hatte.

Ende?

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Schlaflos – Teil 3

Written By: OhneWorte - Jan• 23•12

Als meine Milch endlich die von mir erwünschte Temperatur erreicht hatte, schaltete die Herdplatte aus und rührte noch einen Moment weiter. Währenddessen überlegte ich, nicht wirklich fieberhaft, wo ich denn mein Kakaopulver hin hatte. Ich blickte mich um und wünschte mir für einen kurzen Moment, eine ordentliche, saubere und aufgeräumte Küche zu haben. Dann fand ich aber mein Kakaopulver und vergaß den Gedanken auch gleich wieder.
Vorsichtig öffnete ich die Packung des Kakaopulvers und tat eine ausreichende Menge des Pulvers in die warme Milch und verrührte es gut. Nach dem ich damit fertig war nahm ich den Topf vom Herd und griff nach der Tasse, welche ich spülen wollte um den warmen Kakao daraus zu trinken.
Gerade noch rechtzeitig stellte ich fest, dass ich ja ganz vergessen hatte, die Tasse noch zu spülen. Langsam und zögernd stellte ich die Tasse wieder in die Spüle und überlegte mir, wie ich jetzt am besten meinen warmen Kakao trinken sollte. Der Topf war zu heiß, da würde ich mir nur die Lippen daran verbrennen. Und irgendwie hatte ich darauf keine wirklich Lust, besonders da mir mein Kopf immer noch von seiner Begegnung mit der Küchentür brummte. Die Tasse jetzt zu spüle, war mir der Mühen nicht wert oder besser gesagt, hatte ich keine Lust auf diese Mühen.
So blickte ich mich ein weiteres Mal ratlos um und versuchte in meinem Caos eine Lösung für meine Probleme zu finden. Da dies ein beinahe aussichtsloses Unterfangen war, mein Caos zu überblicken, war ich nach wenigen Liedschlägen auch schon kurz davor, zu resignieren, als meine leider nicht müden Augen die Müslischale erblickten, welche ich mir für das nächste Frühstück aufgehoben hatte. So nahm ich die Müslischale von meinem Tisch, blickte sie prüfend an und goss dann meinen warmen Kakao in die Schale.
Nachdem ich nun endlich meinen warmen Kakao in Händen hielt, arbeitete ich mich fröstelnd zu meinem Sofa vor. Dort angekommen wickelte ich mich in eine warme Decke ein, nahm einen schönen Schluck warmen Kakao aus meiner Müslischale und bildete mir ein, das unaufhörliche, nicht enden wollende Prasseln des Regens an meinem Fenster sei das prasselnde Feuer in meinem nicht vorhandenen Kamin. Auch das Flackern meines Fernsehgerätes wandelte sich vor meinem geistigen Auge in das Flackern des bereist prasselnden Kaminfeuers.

Wird fortgesetzt…

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